Samstag, 18. März 2017

Sonderausgabe


"Burgdorfer Kreisblatt" zum Ausdrucken 
Wenn das Wilhelmshavener Jugendamt vor der Tür steht
Von Lügen-Aussageverboten-Behinderung der Justiz

Schon gewusst?
Taufe eine Gefahr für Kinder
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Aufenthaltsdauer entscheidend
Heimnachrichten 2017

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Jugendamt
Jugendämter 2017

Entschädigungen für weitere Heimkinder
Stiftung gegründet

Gefesselt und geknebelt     
Heimnachrichten 2016

Fiktiver Weihnachtsgruß an einen Neunjährigen   
Jugendämter 2016

Forschungsvorhaben vorgestellt
Heimnachrichten 2015

Kind tot-Wer hat versagt?    
Jugendämter 2015

An Staatsanwaltschaft in Erfurt
Betr. Finneck-Stiftung

Haasenburg wird geschlossen
Heimnachrichten 2013

Dernbacher Schwestern: Leidensgeschichte in der "Welt"
Gewalt als System

In der Falle
Fundsachen Gutachter

Impressum

Heinz-Peter Tjaden
Up´n Kampe 6
30938 Burgwedel

tjadenheinzpeter@live.de

Telefon 0152/34577775
www.heinzpetertjaden.de


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Heimnachrichten 2017

Ermittlungsverfahren eingestellt

Die Staatsanwaltschaft schließt die Akten: Die Ermittlungsverfahren gegen Betreiber und Mitarbeiter eines privaten Kinder- und Jugendheims in Salchendorf stehen vor der Einstellung. „Es hat keine konkreten Hinweise auf Straftaten gegeben“, sagt Patrick Baron von Grotthuss, Sprecher der Staatsanwaltschaft Siegen. Teilweise ging es in den Strafanzeigen auch um schon länger zurückliegende Vorfälle, die bereits verjährt wären. Gegen die Einstellung der Verfahren können die Anzeigenerstatter Beschwerde einlegen.

Westfalenpost, 11. Januar 2017

Alpträume kehren zurück

Als sie Anfang des Jahres das Bild vom Kinderheim im Schloss Molsdorf in unserer Zeitung sah, seien ihre Erinnerungen erwacht, schrieb uns eine Leserin. Auch ihre Albträume kehrten zurück.

Thüringer Allgemeine, 26. Januar 2017

Zehnjährige reißen aus

Die beiden Kinder waren augenscheinlich ohne Begleitung von Erwachsenen auf dem Bahnhofsvorplatz unterwegs. Ein Junge ergriff beim Anblick der Polizisten die Flucht. Vermutlich war es sein schlechtes Gewissen, da beide aus einem Düsseldorfer Kinderheim abgehauen waren.

Kölner Stadtanzeiger, 2. Februar 2017


Tür aufgebrochen
Ein Großvater und eine Großmutter brechen in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG, bis 2012 Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, dann Step gGmbH Hannover, 2014 geschlossen) eine Tür auf, ihre Enkelin sitzt allein mit Fieber und Schüttelfrost in einem Zimmer, dort gibt es nur eine Isomatte und eine Decke für den Schlafplatz.
Hier weiterlesen, 9. Februar 2017

Licht ins Medikamenten-Dunkel

In den 50er und 60er Jahren sollen Medikamente in Kinderheimen erprobt worden sein, ohne die Betroffenen nach einer Einwilligung zu fragen. Auch an der Universität Gießen könnte es solche Versuche gegeben haben. Volker Roelcke, Professor für Geschichte der Medizin, ist von der Uni beauftragt worden, Licht ins Dunkel zu bringen.

Frankfurter Rundschau, 9. Februar 2017

Medikamententests als Ausschussthema

Der Verdacht auf umfangreiche Medikamententests an Heimkindern vor Jahrzehnten in Hessen hat Ende vergangener Woche den Sozialausschuss des Landtags in Wiesbaden beschäftigt. Gehört wurde unter anderem die Pharmazeutin Sylvia Wagner, die bei ihren Forschungen auf entsprechende Hinweise gestoßen war.

Deutsche Apothekerzeitung, 13. März 2017

Aufenthaltsdauer entscheidend

Die Forscher schlussfolgern, dass Vernachlässigung nicht zwangsläufig zu seelischen Narben führt. Die Dauer ist entscheidend. Manche der rumänischen Kinder waren bis zu 43 Monate im Heim gewesen, bevor britische Paare sie adoptierten. Bei ihnen zeigten sich Züge von Autismus, andere waren hyperaktiv, fielen durch soziale Anpassungsschwierigkeiten auf und alle erreichten insgesamt ein niedrigeres Bildungsniveau.

Paradisi, 15. März 2017

Dienstag, 7. März 2017

Jugendämter 2017

Besser als ihr Ruf

Jugendämter genießen deutschlandweit einen eher schlechten Ruf. Landauf landab haben die rund 600 Jugendämter mit nahezu immer gleichlautenden Vorwürfen beziehungsweise Vorurteilen zu kämpfen: sie schreiten zu spät ein und holen Kinder nicht aus den Familien. Sie schreiten zu früh ein und holen die Kinder ungerechtfertigt aus den Familien. Sie schreiten gar nicht ein – und Kinder sterben. Auch die Mitarbeiter des Jugendamtes im Landkreis Goslar kennen derartige Vorwürfe und wissen um die negativen Assoziationen vieler Bürger. Volker Weißbach, Leiter des Fachdienstes Sozialpädagogische Dienste des Landkreises Goslar, geht im Interview auf die größten Herausforderungen der Jugendämter ein, nennt Fallzahlen und erklärt, was aus seiner Sicht helfen könnte, um das Bild von Jugendämtern in der Öffentlichkeit zu verbessern.

Goslar regional, 29. Dezember 2016

Mail an die Redaktion


Dieses Interview offenbart eigentlich nur, dass hier wieder eine Katze um den heißen Brei schleicht. Das hat durchaus Jugendamts-Methode. Wie läuft eigentlich so ein Kindesentzug ab? Manchmal wie im Wilden Westen. Das Jugendamt klingelt frühmorgens aufgrund eines Verdachtes und nimmt das Kind mit. Unterstützung kommt von zwei Polizeibeamten. Manchmal werden Kinder auch aus dem Schulunterricht geholt. Jene Schulleiterin, die Jugendamt und Polizei am langen Arm hat verhungern lassen, bis das Kind vor der Behörde in Sicherheit war, ist doch schon Legende. Eltern sind erst einmal völlig wehrlos. Wenn Eltern Glück haben, gibt es sofort eine Anhörung vor Gericht. Dieses Glück haben Eltern aber nicht immer. Wo die Kinder gerade sind, erfahren die meisten Eltern auch erst einmal nicht.
Eltern, die sich wehren wollen, gehen zu einem Anwalt. Der Anwalt verlangt Akteneinsicht. Das dauert. Nach Wochen oder sogar Monaten gibt es eine Verhandlung vor dem Familiengericht. Den Eltern wird erklärt, dass die Kinder bleiben, wo sie derzeit sind, es werde ein Gutachten eingeholt. Das dauert ebenfalls. Wie wir inzwischen wissen, ist die Hälfte der Familiengutachten falsch oder mangelhaft. Trotzdem folgen Gerichte fast immer der Gutachterempfehlung. Ausnahmen gibt es eigentlich nur, wenn das Jugendamt seine Auffassung durchdrückt, falls diese von der Gutachtermeinung abweicht.
Dann wird es noch unglaublicher, fast schon skandalös, ich kenne diese Begründung aus unzähligen Gerichtsbeschlüssen: Das Kind hat angeblich einen neuen Lebensmittelpunkt und soll dort zur Ruhe kommen, bevor Schritte zur Rückkehr des Kindes ins Elternhaus eingeleitet werden. Das Hilfeplangesetz wird schlicht ignoriert. Gehen Eltern gerichtlich dagegen vor, reagieren Jugendämter sauer: “’Sie sind nicht kooperativ.” Kooperativ ist man immer dann, wenn man einem Jugendamt nicht widerspricht. So muss man sich sogar verhalten, wenn man erfährt, dass die Kinder in der neuen Umgebung leiden!
Irgendwann verschanzen sich Jugendämter hinter dem Datenschutz, nehmen Hilfe von Dritten gar nicht an und machen einfach so weiter wie gehabt. Dazu ein Extremfall: Ein Jugendamt begreift, dass in einer niedersächsischen Einrichtung katastrophale Zustände herrschen und holt ein Kind dort heraus. Und dann? Hat dieses Jugendamt andere Jugendämter über seine Erkenntnisse informiert? Keinesfalls. In der Einrichtung ging es weiter schlimm zu. Als ich fast alle niedersächsischen Jugendämter darüber informierte, fiel der Mantel des Schweigens noch tiefer. Bis die Einrichtung eine neue Geschäftsführung bekam, die sogleich den Leiter entließ. Drei Jahre später wurde die Einrichtung geschlossen. Von der Geschäftsführung, nicht auf Initiative eines Jugendamtes.

Jugendämter haben einen schlechten Ruf. Zu Recht! Um die Qualifikation der Gutachter, die sehr zu wünschen übrig lässt, kümmert sich gerade das Bundesjustizministerium.

Heinz-Peter Tjaden, 1. Januar 2017

Jugendamt als Feind

Die Jugendämter könnten auf mehr Partner zurückgreifen mit Einrichtungen, die den Familien Hilfe bieten. Und dennoch bleibe es ein schmaler Grat, auf dem sich die Jugendämter bewegen, wenn das Kindswohl die Messlatte ist. Renate Stöver hat dann durchaus Verständnis, dass das Jugendamt als Feind gesehen wird, der Druck macht: „Oft sind die Beziehungen der Eltern nicht geklärt. Es ist eine Zeit voller Verletzungen, und dann kommt jemand von außen, moderiert und will Vereinbarungen treffen.“

Westfalenpost, 17. Januar 2017

Warum äußert Jugendamt falschen Verdacht?

Die Staatsanwaltschaft Trier hat nach dem Brand im Trierer Jugendamt im Oktober vergangenen Jahres gegen zwei aus Trier stammende Tatverdächtige, einen 25- jährigen Mann und einen 16-jährigen Jugendlichen, Anklage wegen Brandstiftung und Diebstahls erhoben.

Volksfreund Trier, 22. Februar 2017

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Jugendamt

Die Staatsanwaltschaft ermittelt angeblich gegen eine Mitarbeiterin des Jugendamtes in Porta Westfalica. Es geht um den Tod eines kleinen Jungen vor fast zwei Jahren in einer privaten Kita in Veltheim. Das Westfalenblatt schreibt, es werde geprüft, ob Jugendamt und auch Bauamt gegen die Sorgfaltspflicht verstoßen hätten.

Radio Westfalica, 2. März 2017